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| Urbane Interieurs |
Kissen
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Kissen mit Motiven der Berliner Nachkriegsmoderne Sie sind
bunt, dekorativ, schön und tragen den Namen „Zornige Kinder“.
Hinter dem scheinbar skurilen Namen steckt mehr als vermutet. Die Geschichte der einzelnen Gebäude zeigt, dass die Demontage des architektonischen Erbes ein immer wiederkehrender Prozess ist. Für den Bau des „Ahornblatts“ wurden 1965 die vorhandenen, mittelalterlichen Gebäude entfernt, im Jahr 2000 wich das denkmalgeschützte „Ahornblatt“ einer Neubebauung. Die „Enkel“ Dirk Berger und Sandra Siewert machen mit den Kissen auf diesen Prozess aufmerksam und schaffen durch die Übertragung der Fassadenornamente von außen nach innen eine schöne Form der Erinnerung, die auf keinem Sofa fehlen sollte. Die Kissen auf dem Sofa transformieren das Zuhause zum Ort der un(ter)bewussten Erinnerung. Erst mit dem Wissen über die Geschichte der Gebäude wird das scheinbar Privat-Gemütliche zur Kritik.
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